Sexy und ökologisch-nachhaltig – geht das überhaupt?

Sexy und ökologisch-nachhaltig – geht das überhaupt?

Unbedenklicher Spaß leichtgemacht

Mann und Frau in der Dusche

Sexy und ökologisch-nachhaltig – geht das überhaupt?

Unbedenklicher Spaß leichtgemacht

© Unsplash/ We-Vibe WOW Tech

Seinen Alltag nachhaltig und ökologisch auszugestalten, ist eine dauerhafte Fleißaufgabe. Aber Hand aufs Herz: Hältst du diese Disziplin auch da durch, wo es um den Spaß im Bett geht? Falls nicht, brauchst du dich nicht zu schämen. Wohl aber solltest du die folgenden Zeilen lesen. Darin verraten wir dir nämlich Tricks, um die schönste Nebensache der Welt nicht weniger ökologisch einwandfrei und nachhaltig zu machen wie deinen restlichen Alltag.

 

#1 Denk über Körperhaare nach

Wir alle kennen das Klischee der von Kopf bis Fuß unrasierten Öko-Dame. Aber einmal weg davon solltest du definitiv in dich gehen und auch deinen Partner hinzuziehen. Denn die meisten Formen von Körperenthaarung erzeugen Müll. Manche (Stichwort Enthaarungscreme) sind auch alles andere als körperverträglich.

Dagegen stehen Tatsachen unserer natürlichen Körperbehaarung:

  1. Sie haben auch einen sexuellen Zweck: a) sie sind optisches Lockmittel, b) sie verteilen Pheromone besser c) sie verhindern Reibung.
  2. Nicht zuletzt in der Pornobranche sind die Darstellerinnen schon seit einigen Jahren wieder verstärkt behaart. Teils finden sich sogar in Mainstream-Filmen wieder Ladies mit unrasierten Achselhöhlen! Glaubst du nicht? Dann nutze auf xxnx und Co. mal als Suchbegriff „Hairy“ und „Hairy Armpits“.

Dass wir und die Männerwelt den glattrasierten Look so sehr als normal empfinden, ist letztendlich nur eine jahrzehntelange Konditionierung durch die Porno-, Mode- und Body-Care-Industrien – nötig ist er nicht wirklich, um sexy auszusehen oder guten Sex zu haben.

 

Du musst ja nicht gleich überall zurück zur Natur gehen. Vielleicht fängst du im Intimbereich an und schaust, wie es sich für dich und deinen Partner anfühlt – nette Nebeneffekte: Riesen-Zeitersparnis, nie wieder Rasierpickelchen und du kannst deine neue Frisur sogar einfärben.

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#2 Entferne Haare ökologisch

Eine naturbehaarte Vagina ist okay, Achseln vielleicht auch. Aber wie die meisten Frauen wirst du höchstwahrscheinlich die Grenze bei deinen Beinen ziehen – mitunter auch den Rest zumindest stutzen wollen. Auch das geht nachhaltig:

  1. Nutze einen Rasierhobel. Die Klingen sind unglaublich günstig im Vergleich, es gibt keine Pink-Tax und sie bestehen nur aus Metall, kein Plastik. Du musst bloß vorsichtiger rasieren, sonst ändert sich nichts.
  2. Hol dir einen Haartrimmer. Einen guten für Profis, ohne Akku. Super-einfach in der Handhabung, kein Schneidrisiko und hochwertige Geräte können sehr(!) kurz scheren.

Natürlich bleibt dir auch noch der Epilierer – sofern du dich mit dessen schmerzhafter Arbeitsweise anfreunden kannst.

#3 Verhüte umweltverträglich

Verhütest du mit der Pille? Dann sollte dir klar sein, dass du einen nach wie vor nicht gänzlich erforschten Hormoncocktail schluckst, der sich ziemlich nachteilig auf dein natürliches Erregungslevel auswirken kann – sprich dazu gerne mit Frauen, die sie länger abgesetzt haben, wie sich deren Lustempfinden danach wandelte und steigerte.

Für den Anfang kannst du als Universalalternative auf den Klassiker setzen, Kondome. Denn die gibt es längst auch in einer ökologisch absolut unbedenklichen und genauso sicheren Variante aus Naturkatuschuklatex, mit Ökostrom produziert und in nachhaltigen Verpackungen verkauft.

Und falls du in einer festen (= auf Krankheiten getesteten) Beziehung bist, kannst du auch auf natürliche Methoden zurückgreifen – nicht zuletzt, weil es dafür längst Apps gibt. Die arbeiten immer gleich: Nur an sehr wenigen Tagen deines Zyklus darfst du wirklich keinen Sex haben (oder musst mit Kondomen verhüten). Den großen Rest über ist schlicht keine Verhütung nötig, weil keine Befruchtung möglich ist.

#4 Befriedige dich nachhaltig

Die eigenen Hände sind ja gut und schön und wirklich umweltfreundlich; aber als moderne Frau hast du wahrscheinlich festgestellt, dass die Erzeugnisse der Sextoy-Industrie einen ungleich größeren Wow-Faktor mitbringen – und das nicht nur, weil sie brummen und neuerdings sogar saugen.

Endet die Ökologie also bei den feinen Helferlein? Nein. Denn auch Sexspielzeug gibt’s in umweltfreundlichen Varianten:

  1. Ganz klassisch etwa Holz, das spiegelglatt geschliffen und mit einem für Natur und Scheidenflora unbedenklichen Lack behandelt wird.
  2. Toys beispielsweise, die nur aus recycelten Kunststoffen ohne Weichmacher bestehen. Dazu auch Spielzeuge aus Glas.
  3. Nachhaltiger Antrieb. Keine Wegwerfbatterien, sondern Akkus oder direkte Stromversorgung.

 

Und dann hättest du ja auch noch die Alternativen aus deinem Wäscheschrank, die du zusammenrollen und dich vorzüglich daran reiben kannst – etwa die unter Kennerinnen hochbeliebte Badetuchrolle. Apropos Wäscheschrank:

#5 Kleide dich öko-sexy

Das Evaskostüm mag ja oft völlig genügen – der nackte weibliche Körper sieht ja nun einmal erotisch aus. Aber bei vielen gibt auch den Wunsch, die Nacktheit ein bisschen zu unterstreichen. Nur ist das mit den Klassikern alles andere als ökologisch. Typische Spitzenwäsche besteht zu hohen Teilen aus Synthetik. Bei den so geliebten hohen Strümpfen, ob mit oder ohne Strapse, sieht es nicht anders aus.

Also doch Evaskostüm? Nö, auch hier gibt es gute Alternativen:

  • Längst haben sich nachhaltige Labels etabliert, die nicht nur unschuldige Dessous produzieren, sondern auch die Chili-scharfe Variante.
  • Statt auf Nylons kannst du auf normale überkniehohe Strümpfe setzen. Auch die gibt es in der Bio-Variante – und viele Männer empfinden den Look als aufreizender.
  • Schmücke deinen nackten Körper statt mit aufreizender Kleidung mit etwas anderem, nachhaltigerem, das viele Jahre hält. Beispielsweise Hüftketten, Barefoot Sandals, vegane Leder-Stücke oder auch sehr offenherzige „Dessous“ aus Ketten und Fake-Perlen.

Falls das nicht genügt, hast du auch immer noch die Option, Alltagskleidung umzuwidmen: das Sommerkleid ohne Unterwäsche, der Trenchcoat ohne etwas anderes als High-Heels oder der Klassiker, ein Hemd deines Partners – das den meisten Frauen sowieso besser steht als seinem Besitzer. Es gibt mit genug Kreativität wirklich tausend Alternativen, ohne auf die gar nicht ökologische Normal-Reizwäsche zu setzen.

#6 Denke beim Sex an die Energie

Sommerhitze – da muss die Klimaanlage beim Bettspaß laufen. Winterkälte – da geht ohne aufgedrehte Heizung nichts, wer kann sich schon mit Eisfüßen fallenlassen? Kennst du diese Situationen? Dann kannst du wahrscheinlich auch etwas daran ändern.

Gegen Sommerhitze und Winterkälte kann es beispielsweise helfen, wenn ihr euch in der gefüllten Badewanne vergnügt – ohne Badezusätze. Denn selbst nachdem ihr darin euren Spaß hattet, reicht das Wasser noch, um damit beispielsweise die Blumen zu gießen. Es wird also nicht nur zu eurem Vergnügen verschwendet.

Und wenn ihr im Winter Lust aufeinander bekommt, warum lebt ihr sie dann nicht dort aus, wo es sowieso gut geheizt ist, etwa im Wohnzimmer? Vielleicht brennt da ja auch ein Kaminofen, vor dem ihr es euch bequem machen könnt… Auch gäbe es den sogenannten Pärchenschlafsack. Mehr als doppelt so groß wie die normale Variante. Wenn ihr dort unbekleidet hineinkrabbelt, wird euch nicht nur schnell schön warm, sondern die erzwungene Nähe sorgt auch für einen unheimlich schönen, intimen, besonders kuschligen Sex.

Du magst es lieber etwas aufregender, dann ist vielleicht  Sex im Auto etwas für euch?


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