Interior Design und Gestaltungsgrenzen 🧰 - Nice-Magazin.de

Interior Design und Gestaltungsgrenzen 🧰

Dein persönliches Disneyland entdecken und wohlfühlen!

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Interior Design und Gestaltungsgrenzen 🧰

Dein persönliches Disneyland entdecken und wohlfühlen!

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Interior Design? In Mietwohnungen und angemieteten Objekten stößt man schneller an Gestaltungsgrenzen. Doch die Zeiten, eine Wohnung mit von uns farbig gestalteten Wänden weiß hinterlassen zu müssen, liegen – Gott sei Dank – in spießiger Vergangenheit. Es war schon immer etwas teurer und anstrengender einen guten, bzw. anderen Geschmack zu haben. Aber wir müssen uns fragen, ob wir aus Mangel an nötigem Hauskaufgeld jahrelang in Tristes und Langerweile leben möchten oder uns lieber in unserem persönlichen Disneyland wohlfühlen möchten.

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Dabei ist es unerheblich, dies in einem eher aalglatten Bauhausstil oder in einen bonbonknallbuntquitschigem Vivienne Westwood Stil zu realisieren. Die Individualität unserer vier Wände bedarf nur etwas mehr Fleiß, Zeit und Geld, als das Langweiler-Programm. So what? Tu es, die einfachste Form der Freiheit. Wie viele Besucher  und wie viel Partypublikum hast Du, und von wem willst Du Dir diktieren lassen, wie Du zu wohnen hast.

Endlich wieder mehr Farbe im Interieor Design und nicht nur bei IKEA

Heute gibt es farbige Kühlschränke in Rot und Blau. Vorbei die langen Jahre, als wir die ewig weißen Fronten mit bunten Decofix-Folien aufpeppen mussten. Endlich wieder mehr Farbe im Interieur und nicht nur bei IKEA. Ist das nun Design oder schnöde Dekoration? Die Grenzen sind sicher fließend, aber das Ziel ist das gleiche, es soll Spaß machen. Eine Bereicherung und Verschönerung unseres persönlichen Umfeldes. Egal ob in unseren privaten Räumen oder in den zu gestaltenden Büro´s, Kantinen oder Arbeitshallen unserer Firmen und Unternehmen.

Das Leben an sich ist doch oft trist genug. Es ist alles da, ihr braucht nur zuzugreifen.

Man muss nicht jedes Möbelstück, das wir stolz vom Flohmarkt oder Trödler ergattert haben, weiß anstreichen, um es trendkonform als Vintage bezeichnen zu können. Bemal den ollen Altdeutsch-Schrank von der Oma (nach weißem Grundierungsanstrich –  die Oma braucht keinen) mit bunten geometrischen Farbflächen, Streifen oder Kreisen. Kleb irgendwelche Holz- oder Metallapplikationen darauf. Suche in den Holzkisten eines Baumarktes danach.

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Bekleb die Schranktüren mit Tapetenresten, die Du mit Holzzierleisten oder auch dann farbig zu gestaltenden Styroporleisten einfassen kannst. Indirekte Beleuchtung mit Goldfolie ausgeschlagenem Innenschrank – tu es! Erlaubt ist, was Spaß macht! Sei nicht faul oder bequem, sag der Lagenweile den Kampf an. Es muss nicht immer die Crem de la Crem der Designszene sein, Freiheit für Deine Fantasie, lass Pinsel, Farbe, Klebe und die Stichsäge tanzen. Klebe Deine gesammelten Muscheln aus der Bretagne an eine Badezimmerwand, kleb die Baby- und die Kinderschuhe Deiner erwachsenen Tochter an eine Dielenwand, als würde sie dort im Zeitraffer spazieren gehen. Du darfst die Schuhe sogar anmalen…

Dein Design – deine Freiheit

Ist Dir der einfache Barhocker aus Holz zu gewöhnlich, dann streiche ihn mehrfarbig an (leicht anschleifen, dann weiße Grundierungsfarbe). Hol Dir ein ca. 40 mm starkes Stück Schaumstoff vom Baumarkt, einen fetzigen bunten oder einfarbigen Stoffrest aus dem Kaufhaus und los geht’s. Mit einem Tacker befestigst Du den Stoff an der Unterseite der Sitzfläche. Bei einem Barhocker oder Stuhl mit Lehne ist die individuelle Polsterung dann schon eher etwas für Fortgeschrittene. Bei Rattan- Möbeln könntest Du für eine farbliche Veränderung zur Farbsprühdose greifen. Bunte Sitzkissen dafür findest Du auch im Campingbereich.

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Barista stacking bar stools

Bei Bartisch, dem Lowboard oder dem Fernsehschrank hast Du wieder alle Freiheit. Fotos auf die Schrankfläche kleben (wahlweise auch Deine sündhaft teure Briefmarkensammlung, Mahnbescheide, Oblaten, etc.). Eine vom Glaser zugeschnittene Glasplatte schützt Deinen kunstvollen Verschönerungseinsatz.

Du kannst Sterne oder Kreise mit der Stichsäge in die Deckholzplatte sägen. In das Inneres des Schrankes kannst Du eine Lampe die nicht zu heiß wird installieren. Mit einem Steckdosenbohrmaschinenaufsatz ein Loch in die Rückwand des Schrankes fräsen und das Kabel der Lampe samt Stecker dort durchschieben. Abschließend eine Glasplatte auf die Deckplatte des Schrankes und Du hast eine interessante, indirekte Lichtinstallation. Das Umfeld der Lampe im Schrank kann auch gut mit Alufolie gesichert werden.

Farbige Glasstücke mit Silikon von innen vor die ausgesägten Sterne geklebt, geben farbige Lichteffekte. Du kannst alles umgestalten, nichts muss bleiben wie es ist. Sitzen, jammern und seine beschränkten Möglichkeiten zu beklagen bringt Dich nicht weiter.

Weg mit der Resignation, wir können auch mit wenig viel verändern. Lass Dein Leben nicht so sein, wie Du glaubst, dass es andere es so gut finden.

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Wir schleppen bereits über drei Jahrzehnten einen schweren Gründerzeit-Esstisch mit uns rum. Geschnitzte Gesichter an den gedrechselten Kugelfüßen, ausziehbare Tischplatte, wiegt wohl an die 40 kg – ein Monstrum. Unsere Kinder sind daran groß geworden. Später hat ihn eine unserer Töchter mit ihren Kindern bewohnt (Hausaufgaben, gemütliche Essen mit und ohne Freunde, Besprechungsrunden, usw.).

Von dem großen Eidechsen-Mandala, das ich nach dem Erwerb des Tisches auf die Tischplatte gemalt habe, ist nicht mehr viel zu sehen. Da meine Tochter mit ihrer tollen Familie nach Spanien ausgewandert ist, steht das vertraute alte Monstrum in unserer Garage. Zurzeit benutzen wir einen praktischen weißen Cor-Tisch in unserem Esszimmer.

Wenn da nicht diese Erinnerungen wären. Möbelstücke können uns auch ans Herz wachsen, auch wenn sie nicht mehr zeitgemäß sind. Mein Plan ist, die dicken Kugeln der Standbeine Gold anzumalen, vielleicht ein paar Glassteine aufkleben, oder ein paar zusätzliche Applikationen aus der Deco Abteilung. Die Tischplatte werde ich mit dem Schwingschleifer komplett vom Lack befreien. Einen ca. 10 cm breiten Streifen werde ich an der Kante der Tischplatte im Naturholzfinnisch belassen. Diesen Bereich mit Tesakreppband von der Innenfläche begrenzen. Die Innenfläche dann weiß grundieren, um sie nach Trocknung leicht anzuschleifen.

Ich habe vor,  diese Fläche mit Acrylfarben zu bemalen. Es sollen riesige Kois werden. Früher gab es dann Biolack und Möbellacke, die auch zum lacken von Kinderspielzeug geeignet waren. Die gibt es auch heute noch. Aber ich möchte auch heute noch keine Tischplatte ablecken. Das strenge deutsche Denken, Bürokratie, (zu oft von sich selbst erhaltenden Sesselfurzern an den Haaren herbeigezogen) Richtlinien, Gutmensch sein zu wollen, soll mir nicht länger im Wege stehen.

Ich will ja kein Quecksilber in unser Gartenbiotop einleiten, aber ich werde die Koi bemalte Tischplatte entweder mit Parkettlack oder vielleicht doch 2 x mit Bootslack streichen. Dann nagt der Zahn der Zeit langsamer. Feiern bis der Arzt kommt, angetrocknete Fett- und Rotweinringe, alles kein Problem mehr, auch nicht für folgende Generationen.

Sei Kreativ, Kreativität, Erlaubt ist was gefällt

Sei Kreativ, erlaubt ist was gefällt

Gelebtes Design fängt weder bei Bauhaus noch bei Eames an und endet dort auch nicht!

Freiheit für den Bootslack!

Ein Fernsehschrank muss nicht auf den Sperrmüll, weil unser Fernsehgerät nun häufig wie ein Bild an der Wand hängt. Wir können den Fernsehtisch in einen Barschrank umbauen, die Beine entfernen und ihn als Regalschrank bunt bemalt auf einen anderen Schrank stellen, usw.. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Mit Respekt und Freude nehme ich eine Bewegung zur Kenntnis, die den Nachhaltigkeitsbegriff neu belebt. Wiederverwendung von nützlichen oder auch nur schönen Dingen hat nichts mit Geiz zu tun, sondern mit der Schonung von Ressourcen. Das der Verarbeitungsgrundstoff Holz mal knapp werden könnte, wurde den Ignoranten spätestens seit der Coronapandemie und den chinesischen Weltkauforgien bewusst. Wir sollten also nicht nur unsere Oberliga zertifizierten Designerhighlights wertschätzen und aufbewahren, sondern auch unseren Klimbim und Kleinkram. Gut so, weiter so, es geht ja nicht um getragene Unterwäsche vom Flohmarkt.

Schwamm, Seife und Möbelpolitur erwecken manch trauriges Möbelstück zu neuem Glanz.

So gruselig diese bereits so lang andauernde Pandemie mittlerweile auch ist, sollten wir versuchen, das Beste Daraus zu machen. Wir halten uns wahrscheinlich häufiger in unseren Wohnungen und Häusern auf, als vor der Pandemie. Vielleicht hat die Eine oder der Andere dadurch auch etwas mehr Zeit sich kreativ im persönlichen Umfeld zu betätigen. Häkeln, Stricken, Hämmern, Sägen, Farbanstriche – versucht es einfach.

Ich werde unseren Monstrum-Tisch – Nachhaltigkeitsesstisch noch in diesem Winter aus der Garage zerren – Freiheit für den Bootslack!

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